Schauen wir 25 Jahre in die Zukunft: Wir schreiben das Jahr 2051.
Die Welt, die Technologien und die Art, wie Menschen wohnen und arbeiten, werden sich gewandelt haben.
ESG ist die Pflicht – Flexibilität ist die Kür
Es steht außer Frage: Wer ESG-Kriterien heute ignoriert, baut an der Realität vorbei. Photovoltaik, hocheffiziente Wärmepumpen und zirkuläre Baumaterialien sind für uns der Standard, um den Dekarbonisierungspfad einzuhalten und Finanzierungen langfristig zu sichern. Aber: Ein energetisch perfektes Gebäude, das starr auf nur ein Nutzungsszenario fixiert ist, birgt ein Risiko.
Warum wir die Umnutzung schon vor der Planung berücksichtigen müssen
Studien (u.a. Die Volkswirtschaft*) gehen davon aus, dass der Anteil der Erwerbstätigen im Homeoffice bis zum Jahr 2050 auf bis zu 40 % ansteigen könnte. Dies liegt vor allem daran, dass immer mehr Tätigkeiten, die heute noch physische Präsenz oder manuelle Steuerung erfordern, remote ausführbar werden.
Der Anteil in den für den hochwertigen Wohnungsbau relevanten Zielgruppen (Akademiker, IT, Dienstleistungen) wahrscheinlich bei 70 % bis 80 % liegen.
Unsere Schlussfolgerung:
Ein Gebäude, das wir heute für die nächsten 25 Jahre errichten, muss diese „zukünftige Gesellschaft“ baulich abbilden.
Schallschutz: Höhere Anforderungen innerhalb der Wohneinheiten
(Arbeitszimmer vs. Wohnraum).
TGA (Technische Gebäudeausstattung): Auslegung der Dateninfrastruktur und Lüftungskonzepte auf dauerhafte Präsenzzeiten.
Grundriss: Durch intelligente Schächte und nicht-tragende Innenwände ermöglichen wir es, dass der Grundriss der Einheiten angepasst werden kann.
Planungssicherheit durch wirtschaftliche Weitsicht
Wir kalkulieren nicht nur den Baupreis, sondern den Wert der Anpassungsfähigkeit. Wenn wir diese Flexibilität bereits in der Vorplanung berücksichtigen, investieren wir nicht nur in Beton, sondern in eine dauerhafte Rendite.
*Quelle: Studie „Die Volkswirtschaft“ (Autoren: Balmer, Danalet, Mathys, 2021)
